Sicherheit im Raftingsport

Sicherheit im Raftingsport

Ein zentrales Bedenken beim Rafting: die Sicherheit

In weniger als drei Jahrzehnten hat sich Rafting zum populären Freizeitsport entwickelt. Immer mehr Menschen begeistern sich an den geführten Touren in Schlauchbooten, bei denen man durch lebhafte Gewässer fährt. Rafting verbindet Abenteuer, Sport und Action perfekt miteinander. Doch viele Neulinge stellen sich die Frage nach der Sicherheit von Rafting.

Sicherheit beim Rafting hängt von der Vorbereitung ab

Vorkenntnisse sind zum Rafting nicht nötig. Man sollte jedoch schwimmen können, denn das Risiko des Kenterns ist zwar nicht groß, besteht aber. Körperliche Grundfitness sollte ebenfalls vorhanden sein, auch wenn Wildwasserrafting und Canyoning nicht übermäßig anstrengend sind. Auch bei einer Tour, die die gesamte Konzentration beansprucht, werden immer wieder Pausen eingelegt, in denen man die Landschaft genießt und sich ausruhen kann.
Wer sich beim Rafting an einige Grundregeln hält, setzt sich keiner größeren Gefahr aus. Das Unfallrisiko ist auch hier nicht größer als im Straßenverkehr. Man kann bereits für Grundsicherheit beim Rafting sorgen, indem man sich einen zertifizierten Anbieter auswählt. Firmen, die Sicherheitslabel wie „Safety in Adventures“ tragen, sind renommierte geprüfte Unternehmen, die größten Wert auf Sicherheit legen. Das Siegel wird vom Schweizer Tourismusverband vergeben. Auch in Deutschland und Österreich gibt es Ähnliches. Rafting ist eine ernst zu nehmende Sportart, bei der es auf eine gute Reaktionsfähigkeit und Konzentration ankommt. Alkohol beeinträchtigt diese Fähigkeiten erheblich. Daher sind Alkohol und andere berauschende Substanzen während einer Tour tabu.

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Die richtige Ausrüstung sorgt zusätzlich für Sicherheit

Neben hochwertigen, robusten Schlauchboten braucht man beim Rafting auch unterschiedliche Paddel, Wildwasserhelme, Schwimmwesten mit Prüfsiegel und Neoprenkleidung, auch Neoprenschuhe mit rutschfesten Sohlen. Für Anfänger eignen sich Schwimmwesten mit integriertem Bergungssystem. Wer über Bord geht, kann so leicht aus dem Wasser gezogen werden. Die Ausrüstung wird von den Veranstaltern gestellt. Neben wassertauglicher Kleidung müssen auf dem Boot auch Wurfsack und Leinen, Verbandszeug, Signalpfeifen und Erste-Hilfe-Utensilien vorhanden sein.

Keine Angst vor Stürzen ins Wasser

Wer sich für die Teilnahme an einer Rafting-Tour entscheidet, möchte normalerweise Action erleben und jede Menge Spaß haben. Allerdings müssen viele Interessenten einräumen, dass sie trotzdem ein wenig verängstigt sind. Vor allem der Gedanke, beim Raften über Bord gehen zu können und im eisig kalten Wasser zu landen, behagt vielen Personen überhaupt nicht.

Diesbezüglich braucht man sich jedoch keine Sorgen zu machen. Schließlich ist man als Teilnehmer bestens geschützt. Eine solide Schwimmweste stellt sicher, dass man nicht ohne weiteres untergeht. Stattdessen wird man automatisch an die Oberfläche des Wassers gezogen und dort auch festgehalten. Außerdem trägt man einen Sicherheitshelm, der maßgeblichen Schutz bietet. Sollte man von der Strömung gegen das Boot gedrückt werden, schützt der Helm sicher vor Verletzungen.

Es gibt auch Teilnehmer, die Angst davor haben, sie könnten beim Raften auskühlen und sich dadurch erkälten. Doch auch diese Sorgen sind unbegründet, sofern man sich richtig verhält. Es ist ganz klar, dass man beim Raften nass wird. Nach einer Tour kann man sich jedoch schnell abtrocknen und die Kleidung wechseln. Im Sommer wird man sich über die Abkühlung ohnehin freuen.

Wer sich im Frühjahr oder Herbst auf Rafting-Tour begibt, kann auch selbst Vorsorge leisten. Es bietet sich an, einen heißen Tee aufzugießen und diesen in einer Thermoskanne mitzunehmen. Das Raften selbst eignet sich zwar garantiert nicht zum Teetrinken, doch in den Pausen oder direkt im Anschluss an eine Tour kann ein heißer Tee die optimale Aufwärmung sein.

Bregenz: Veranstalter entlastet

Nach dem Raftingunfall in Bregenz Ende August laufen die Ermittlungen für die Ursachen des Unfalls sowie den Schuldigen. Demnach hatte sich der Veranstalter „im Großen und Ganzen“ an die Vorschriften gehalten, weswegen der Vorwurf auf fahrlässige Körperverletzung vorerst fallen gelassen wurde.

Dem Veranstalter war vorgeworfen worden, dass die Bregenzer Ache zum Unglückszeitpunkt aufgrund von Hochwasser und Treibholz nicht befahrbar gewesen war. Doch Treibholz war nur vereinzelt aufgetreten, ein Fahrverbot ab einem gewissen Wasserstand gibt es laut Rafting-Konzession nicht. Die Entscheidung liegt hier beim Veranstalter.

Ob die Rafting-Guides die Wassermassen selbst unterschätzt hatte, wird noch geklärt.

Quelle: Vorarlberg Online

Rafting Unfall Bregenz

Rafting ist ein Outdoorsport. So kommt es, dass trotz bester Sicherheitsvorkehrungen, mal was passieren kann. Dies zeigte der Rafting Unfall nähe Bregenz am 30.08.2010. An einem Kraftwerkswehr im Bezirk Bregenz kenterten gleich mehrere Rafts, mehr als 70 Rafting-Teilnehmer landeten im Wasser.
Der Großteil der Rafting-Teilnehmer konnte sich aus eigener Kraft heraus retten, andere mussten geborgen werden. Die Bergungsaktion zog sich mehrere Stunden hin.

Laut Spielel-Berichten mussten acht Teilnehmer in anliegende Krankenhäuser gebracht werden, die restlichen kamen wohl mit dem Schrecken davon.

Unverständlich finden wir, dass sich die Rettungsmaßnahmen laut Medienberichten aufgrund nicht bekannter Teilnehmerzahlen verzögerten. Wie viele Leute in den Rafts sind, sollte dem Veranstalter bzw. den durchführenden Guides doch eigentlich bekannt sein!

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